„Vom Erdgeruch des niederen Landes“

Urkundlich erwähnt wurde das Gut erstmals im Jahre 1350 als Besitz des Ritters Alhard, genannt Rape von dem Bussche. Die erste Burg steht, an den Resten der Gräfte noch erkennbar, nordöstlich der heutigen Anlage. In weiblicher Erbfolge geht das Gut 1495 von den Bussche-Gesmolds an Heinrich von Quernheim. Wiederum in weiblicher Erbfolge kommt es um 1540 in den Besitz derer von Voß, die dort 200 Jahre „erbgesessen“ sind. Zu dieser Zeit heißt das Gut „Voßböckel“. Das Wappen derer von Voß befindet sich über dem ersten Torbogen der bis heute unveränderten Barockanlage aus dem Jahr 1682 mit den zwei charakteristischen Ecktürmen. Diese und die doppelt gezogenen Wassergräben, von denen einer später zugeschüttet wurde, zeugen von der Wehrhaftigkeit der Anlage. Der nächste Besitzer ist 1771 Jobst Freiherr von Vincke. Nach seinem Tod 1813 kauft der Verwalter Friedrich Gottlieb Köhne das Gut. 1841 veräußert er es an den Bielefelder Kommerzialrat Gustav Delius. Im Jahre 1874 erwarb Leopold Koenig das Gut, der in Russland mit dem Anbau der Zuckerrübe zu großem Reichtum gelangt war. Seine Enkelin, die Lyrikerin Hertha Koenig, bewirtschaftete Böckel bis zu ihrem Tode und öffnete das Gut für Kunst und Kultur. Von Halvor Jörgensen, dem Großneffen von Hertha Koenig erwarb im Jahre 1991 Dr. Ernst Leffers das Gut für seinen Adoptivsohn, Börries Freiherrn von Oeynhausen-Leffers.