Blutbuche und Silberahorn

Zahlreiche Solitärbäume wie Blutbuche, Silberahorn, Sumpfzypresse und Colorado-Tanne, lauschige Plätze, verwilderte Ecken geben dem unter Denkmalschutz stehenden Park eine ganz besondere Note. Die Grenze zwischen Park und privatem Gartenbereich wird durch die malerische Gräfte markiert. Carl Koenig beauftragt 1890 den Gartenarchitekten Rudolph P.C. Jürgens mit der Gestaltung des Parks. Direkt vor dem Wohnhaus legt er einen geometrischen Garten, das sogenannte Parterre, an mit einem runden, von Blumen umgebenen Brunnen und kegelförmig geschnittenen Eiben. Als Sohn eines Baumschulbesitzers pflanzt er im zwei Hektar großen Landschaftspark exotische Gehölze und orientiert sich dabei an Kriterien wie hell vor dunkel, indem er Laubgehölze vor Nadelgehölzen setzt, und hängende und aufstrebende Wuchsformen, klein- und großblättrige, geschlitzte und ganzrandige Arten verwendet.

Noch heute ist die Architektur von Rudolph P.C. Jürgens zu erkennen. An einigen Stellen erahnt der Besucher unter dem Gras die ehemaligen Rundwege. Für den Musiker Justus Frantz ist er „einer der schönsten Gärten, die ich in Deutschland gesehen habe.“ Seit 2005 gehört der Park zum Europäischen Gartenerbe (European Garden Heritage Network). Während der Sommermonate präsentieren sich international bekannte Künstler innerhalb des Projektes „Gartenlandschaft Ostwestfalen-Lippe“. Auf Gut Böckel waren es seit 2001 unter anderem Not Vital, Yukata Sone, Richard Deacon, Rirkrit Tiravanija und nicht zuletzt Ilya und Emilia Kabakov.
Deren Installation „MEET THE ANGEL“ ist seit 2003 als Dauerausstellung im Park installiert.